Zurück zum BlogMentale Gesundheit

Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen: Zahlen und Fakten 2025

Aktuelle Zahlen für 2025 zeigen: Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen nehmen zu. Erfahren Sie die wichtigsten Fakten und wie ein EAP Unternehmen unterstützen kann.

15. November 2025
4 Min. Lesezeit

Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen: Zahlen und Fakten 2025

Die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz ist eine der größten Herausforderungen für Unternehmen im 21. Jahrhundert. Aktuelle Zahlen für 2025 zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: Die Fehlzeiten aufgrund psychischer Belastungen steigen kontinuierlich an und verursachen nicht nur menschliches Leid, sondern auch immense volkswirtschaftliche Kosten. In diesem Artikel beleuchten wir die neuesten Daten und Fakten und zeigen auf, wie proaktive Maßnahmen wie ein Employee Assistance Program (EAP) Unternehmen dabei unterstützen können, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Der alarmierende Trend: Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Die Statistiken für das Jahr 2025 zeichnen ein deutliches Bild. Laut dem aktuellen Fehlzeiten-Report der AOK machen psychische Erkrankungen mittlerweile 12,5 Prozent aller krankheitsbedingten Fehlzeiten aus – ein Anstieg gegenüber den 11,9 Prozent im Vorjahr [1]. Dieser Trend wird durch den Psychreport 2025 der DAK bestätigt, der ebenfalls einen signifikanten Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Leiden dokumentiert [2].

Besonders alarmierend ist die Dauer der Krankschreibungen. Während eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit nur wenige Tage andauert, sind es bei psychischen Diagnosen im Schnitt zwischen 28,5 und 32,9 Tagen [1] [2]. Dieser Langzeittrend ist nicht neu, aber er verschärft sich: In den vergangenen zehn Jahren haben die Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen um ganze 43 Prozent zugenommen [1].

Wer ist besonders betroffen? Geschlechter- und Branchenunterschiede

Die Daten zeigen auch, dass bestimmte Gruppen stärker von dieser Entwicklung betroffen sind. Frauen verzeichnen mit 431 Fehltagen pro 100 Versicherte rund 60 Prozent mehr Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen als Männer mit 266 Fehltagen [2]. Als häufigste Einzeldiagnose erweisen sich bei beiden Geschlechtern Depressionen.

Auch die Branche spielt eine entscheidende Rolle. Berufe mit hoher emotionaler und physischer Belastung weisen die höchsten Fehlzeiten auf. An der Spitze stehen Beschäftigte in der Kinderbetreuung mit 586 Fehltagen pro 100 Versicherte, dicht gefolgt von Pflegeberufen, insbesondere in der Altenpflege, mit 573 Fehltagen [2]. Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf in diesen Sektoren.

BerufsgruppeFehltage pro 100 Versicherte (psychisch bedingt)
Kinderbetreuung586
Pflegeberufe573
Reinigungskräfte237
Lebensmittelherstellung236

Quelle: IGES Psychreport 2025 [2]

Die Rolle von Unternehmen und die Chance durch EAP

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Psychische Gesundheit ist kein privates, sondern ein zentrales unternehmerisches Thema. Hohe Fehlzeiten beeinträchtigen nicht nur die Produktivität und verursachen hohe Kosten, sie sind auch ein Indikator für eine belastende Arbeitsumgebung. Unternehmen stehen in der Verantwortung, präventive Maßnahmen zu ergreifen und eine Kultur der Offenheit und Unterstützung zu schaffen.

Hier setzen Employee Assistance Programs (EAP) wie das von be-Mindly an. Sie bieten eine niedrigschwellige, vertrauliche und professionelle Unterstützung für Mitarbeitende bei beruflichen, persönlichen und gesundheitlichen Problemen. Ein EAP kann entscheidend dazu beitragen, psychischen Belastungen frühzeitig zu begegnen, bevor sie zu langen und kostspieligen Ausfallzeiten führen.

Die Vorteile eines EAP im Überblick:

  • Prävention: Frühzeitige Erkennung und Intervention bei psychischen Belastungen.
  • Reduzierung von Fehlzeiten: Unterstützung der Mitarbeitenden bei der Bewältigung von Krisen und damit Verringerung der Ausfalltage.
  • Stärkung der Führungskräfte: Schulungen und Coachings für einen gesundheitsförderlichen Führungsstil.
  • Förderung einer positiven Arbeitskultur: Signal an die Belegschaft, dass ihre mentale Gesundheit ernst genommen wird.

Angesichts der steigenden Zahlen von Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen ist es für Unternehmen unerlässlich, proaktiv zu handeln. Die Investition in die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden ist nicht nur eine soziale Verantwortung, sondern auch eine wirtschaftlich kluge Entscheidung. Ein EAP ist dabei ein zentraler Baustein für eine gesunde und resiliente Organisation.


Referenzen:

[1] AOK-Bundesverband. (2025). Fehlzeiten-Report 2025. Abgerufen von https://www.aok.de/fk/betriebliche-gesundheit/grundlagen/fehlzeiten/ueberblick-fehlzeiten-report/

[2] IGES Institut. (2025). Psychreport 2025. Abgerufen von https://www.iges.com/ergebnisse/projekte/2025/psychreport-2025/index_ger.html

Mentale Gesundheit im Unternehmen stärken?

Erfahren Sie, wie be-Mindly Ihr Team mit professioneller EAP-Beratung unterstützt.

Cookie-Einstellungen

DSGVO-konform

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung auf unserer Website zu bieten. Notwendige Cookies sind für die Grundfunktionen erforderlich. Optionale Cookies helfen uns, unsere Website zu verbessern und relevante Inhalte anzuzeigen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Notwendige Cookies

Erforderlich für Grundfunktionen wie Navigation und Sicherheit. Können nicht deaktiviert werden.

Analyse-Cookies

Helfen uns zu verstehen, wie Besucher unsere Website nutzen, um sie zu verbessern.

Marketing-Cookies

Werden verwendet, um Ihnen relevante Inhalte und Werbung anzuzeigen.